Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand gegen die Zwangsvereinigung von KPD und SPD
  Werner Rüdiger
   
  Werner Rüdiger (1901–1966) wird jung Mitglied der SPD. Er ist im sozialdemokratischen Widerstand aktiv und wird 1934 von der Gestapo verhaftet. Vom Berliner Kammergericht wird er jedoch freigesprochen.
Im Juni 1945 übernimmt er die Leitung der SPD im Stadtbezirk Prenzlauer Berg und wird Zweiter Vorsitzender der SPD in Berlin. Trotz Kritik an der KPD-Politik unterstützt er die Idee einer Vereinigung der beiden Arbeiterparteien. Aufgrund willkürlicher Verhaftungen von Sozialdemokraten rät er, mit der Vereinigung abzuwarten. Er unterstützt den Vorschlag, eine Urabstimmung in der SPD durchzuführen.
Ende März 1946 wird er von der sowjetischen Geheimpolizei festgenommen und drei Tage verhört. Er nimmt am Vereinigungsparteitag von KPD und SPD teil und wird Zweiter Landesvorsitzender der SED, schließt sich aber Anfang Juni der von den Alliierten nur in ganz Berlin wieder legalisierten SPD an. Für sie wird er im Oktober 1946 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt.
Anfang 1949 wird er erneut verhaftet und zu 25 Jahren Zwangsarbeit in der UdSSR verurteilt. 1954 wird er freigelassen und kehrt nach Berlin zurück.
 

Werner Rüdiger

Flugblatt der SPD gegen die Zwangsvereinigung, März 1946
In Berlin gelingt es Sozialdemokraten, den Fortbestand der SPD zu sichern. In einer Urabstimmung der Mitglieder, die in den Westsektoren der Stadt von der sowjetischen Besatzungsmacht nicht verhindert werden kann, spricht sich eine Mehrheit gegen die sofortige Verschmelzung mit der KPD aus. (2 S.)

Plakat zur Urabstimmung über die Verschmelzung der SPD mit der KPD

Stimmzettel für die Urabstimmung der SPD über die Verschmelzung mit der KPD
Berlin, 31. März 1946



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand