Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand von Studenten
  Manfred Klein
   
  Aufgrund seiner katholischen Erziehung steht Manfred Klein (1925–1981) dem nationalsozialistischen Regime distanziert gegenüber. In sowjetischer Kriegsgefangenschaft besucht er eine Antifa-Schule. Ab September 1945 ist Klein Vertreter der katholischen Jugend im zentralen Jugendausschuss der SBZ. Er tritt der CDU bei und beteiligt sich tatkräftig an der Gründung der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Mit Georg Wrazidlo baut er eine starke christdemokratische Hochschulgruppe in Berlin auf, die sich gegen die Einflussnahme der SED auf hochschulinterne Entscheidungen wendet. Er wird in den ersten Studentenrat gewählt. Nach einem Konflikt mit der SED über die Studienzulassung nimmt der sowjetische Geheimdienst Klein, Wrazidlo und fünf weitere Christdemokraten am 13. März 1947 fest. Ende 1948 verurteilt ihn ein sowjetisches Militärtribunal zu 25 Jahren Lagerhaft. Im März 1950 beteiligt sich Klein an den Hungerstreiks der Häftlinge im Zuchthaus Bautzen. 1956 wird er entlassen. Er flieht nach Westberlin.  

Unterzeichnung des Lizenzantrages der FDJ (v.l.n.r. Theo Wiechert, Erich Honecker, Emil Amft, Manfred Klein)
Berlin, 26. Februar 1946

In den offiziellen Darstellungen der DDR verwendetes Foto desselben Vorganges wenige Augenblicke zuvor: Theo Wiechert unterschreibt, Erich Honecker schaut zu und hinter den Papieren auf dem Tisch ist Manfred Klein wegretuschiert worden.

FDJ-Führung 1946 (v.l.n.r. Hermann Axen, unbekannt, Manfred Klein, Gerhard Rolack, unbekannt, Edith Baumann, der 1956 in der Haft beim Ministerium für Staatssicherheit umgekommene Robert Bialek,  Paul Verner, Werner Ruprecht, Erich Honecker, unbekannt, Otto Wiesner, unbekannt)

Gründungsbeschluss der FDJ
Berlin, 26. Februar 1946



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand