Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Jugendwiderstand
  Thomas Ammer
   
  Thomas Ammer wird 1937 geboren. Als 1952/53 Mitschüler wegen ihrer Zugehörigkeit zur Jungen Gemeinde von der Eisenberger Oberschule verwiesen werden, versucht er als FDJ-Sekretär seiner Klasse vergeblich, sich dagegen zu stellen. Dies gilt als Ursprung des Eisenberger Kreises. Im September 1953 beschließen Ammer und einige Freunde, auf Fälle politischer Willkür aufmerksam zu machen. Sie malen Parolen auf Mauern und Brücken, werfen Handzettel in Briefkästen oder beschädigen Plakate der SED. 1955 beginnt Ammer im benachbarten Jena ein Medizinstudium. Zwei Jahre später bereitet der Eisenberger Kreis die Versendung eines Aufrufs an Universitätsprofessoren vor und fordert sie in Anlehnung an die Weiße Rose auf, sich gegen die zunehmende Gleichschaltung aufzulehnen. Ammer und andere werden am 13. Februar 1958 festgenommen. Er wird zu fünfzehn Jahren Zuchthaus verurteilt. 1964 kauft ihn die Bundesregierung frei.  

Thomas Ammer

Flugblatt des Eisenberger Kreises zur Volkskammerwahl am 17. Oktober  1954



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand