Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Jugendwiderstand
  Hans-Joachim Näther
   
  Hans-Joachim Näther (1929–1950) wird noch in den letzten Kriegstagen in den sinnlosen Kampf gehetzt. Er überlebt und genießt das Ende des nationalsozialistischen Drills. Ende 1949 beginnt Näther mit Freunden und einigen Lehrern Klebeaktionen gegen die sich festigende neue Diktatur. Im thüringischen Altenburg verteilen die Gymnasiasten "F" ("Freiheit")-Flugblätter der Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit. Aus einem Schulfunkgerät wird ein kleiner Sender gebaut. Mit diesem kann im Umkreis von 40 Kilometern eine Rede Wilhelm Piecks gestört und kommentiert werden.
Im März 1950 werden insgesamt 17 Schüler und Lehrer des Altenburger Gymnasiums verhaftet. Näther, ein weiterer Schüler und zwei Lehrer werden zum Tode, acht andere zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt. Vier Tage nach seinem 21. Geburtstag, am 12. Dezember 1950, wird Näther in Moskau erschossen.
 

Klasse 12 des Gymnasiums Altenburg (8.v.r.: Hans-Joachim Näther)
Ende 1949

Klebezettel gegen die Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ostberlin
Sommer 1950

Hans-Joachim Näther, Gedicht

Bericht der Kreisdienststelle der Staatssicherheit über die Verhaftung der Altenburger Schüler
Altenburg, 19. April 1950

Joachim Näther



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand