Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Aufstand des 17. Juni 1953
  Wilhelm Grothaus
   
  Wilhelm Grothaus (18931966) ist seit 1918 in der Arbeiterbewegung organisiert. 1932 tritt er in die KPD ein und arbeitet im illegalen Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Im März 1944 nimmt ihn die Gestapo als Kopf einer Dresdner Widerstandsgruppe fest. Viele seiner Mitstreiter werden noch im Januar 1945 ermordet. Grothaus gelingt die Flucht. Nach der Befreiung setzt ihn die SED als Ministerialdirektor ein. Doch 1950 wird der unbequeme, weil gradlinige Grothaus fristlos entlassen. Er geht in seinen alten Betrieb zurück, wo er schnell die Achtung der Kollegen gewinnt. Sie beauftragen ihn am 17. Juni 1953, ihre Forderungen öffentlich zu vertreten. Noch in der Nacht zum 18. Juni verhaftet ihn die Staatssicherheit. Am 23. Juli wird er zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Ihm wird unterstellt, "die faschistische Diktatur wieder errichten" zu wollen. Erst 1960 wird er begnadigt. Tief enttäuscht verlässt er die DDR.  

Wilhelm Grothaus



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand