Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Aufstand des 17. Juni 1953
  Heinz Brandt
   
  Heinz Brandt (19091986) tritt 1931 der KPD bei, für die er ab 1933 illegal arbeitet. 1934 verhaftet, überlebt er das Vernichtungslager Auschwitz und wird im April 1945 im KZ Buchenwald befreit. Er arbeitet als Abteilungsleiter in der SED-Bezirksleitung Berlin. Mit dem Auftrag, am 17. Juni 1953 die streikenden Arbeiter bei Bergmann-Borsig zu beschwichtigen, kann er die offenkundige Unsinnigkeit der Argumentation seiner Partei nicht mehr übersehen. Insgeheim beginnt er, mit dem westdeutschen Ostbüro der SPD zusammen zu arbeiten. 1958 flieht er aus der DDR und wird in Frankfurt am Main Gewerkschaftsredakteur. Seine Verbindungen zu Oppositionellen in der DDR hält er aufrecht. Im Juni 1961 entführt ihn die Staatssicherheit in die DDR, wo er zu 13 Jahren Zuchthaus verurteilt wird. Internationale Proteste erzwingen 1964 seine Entlassung.  

Heinz Brandt 1958



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand