Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Entstalinisierungsversuche der SED 1956
  Heinrich Saar
   
  Heinrich Saar (*1920) flieht als Jugendlicher vor dem Nationalsozialismus ins Exil und wird Soldat der Armee der CSR. Nach dem Krieg kehrt er in den Osten Deutschlands zurück und wird 1952 Dozent für Marxismus-Leninismus an der Berliner Humboldt-Universität. Als Mitglied der SED beteiligt er sich 1956 an den kontroversen Diskussionen innerhalb seiner Partei. Er fordert politische Konsequenzen aus den Enthüllungen Chruschtschows und den Ereignissen in Ungarn und Polen 1956. Deshalb wird er 1958 von der Staatssicherheit verhaftet und wegen "schweren Staatsverrats" zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.
Nach seiner Entlassung 1961 arbeitet er als Lektor. In den sechziger Jahren bildet er in Leipzig immer wieder illegale Oppositionsgruppen. 1978 bringt er mit Freunden am Völkerschlachtdenkmal die Losung "Freiheit für Bahro" an, wird erneut verhaftet und im Jahr darauf zu siebeneinhalb Jahren Haft wegen "staatsfeindlicher Hetze" verurteilt. 1982 kauft ihn die Bundesregierung frei.
 

Heinrich Saar



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand