Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand aus christlicher Überzeugung
  Hermann Joseph Flade
   
  Hermann Joseph Flade (1932–1980) ist Oberschüler im sächsischen Olbernhau. Mit dem katholischen Pfarrer Arthur Langer diskutiert er über die Missstände in der DDR. Der Modus der Volkskammerwahlen von 1950, bei denen nur offen einer Einheitsliste zugestimmt werden kann, empört Flade. Spontan stellt er Flugblätter her: "Die Gans latscht wie Pieck, schnattert wie Grotewohl und wird gerupft wie das deutsche Volk". Beim Verteilen der Flugblätter in seiner Heimatstadt wird er am 15. Oktober 1950 von der Volkspolizei überrascht. Flade setzt sich zur Wehr, wird aber wenige Stunden später verhaftet und im Januar 1951 zum Tode verurteilt. Sein Auftreten vor Gericht beeindruckt die Zuhörer, die den Schauprozess in Olbernhau über Lautsprecher verfolgen sollen. Es kommt zu zahlreichen Protesten. Flugblätter und Parolen an Hauswänden fordern "Gebt Flade frei", "Rache für Flade". Das Urteil muss umgewandelt werden. Nach zehn Jahren Haft wird Flade im November 1960 entlassen und siedelt in die Bundesrepublik über. 1980 stirbt er an den Folgen der Haft.  

Hermann Joseph Flade

Rundschreiben Walter Ulbrichts. Ende 1952 beginnt die SED eine Politik systematischer Zerstörung der christlichen Jugendarbeit. Eine äußerst aggressive Sonderausgabe der FDJ-Zeitung



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand