Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand aus christlicher Überzeugung
  Oskar Brüsewitz
   
  Oskar Brüsewitz (1929–1976) absolviert nach der Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft bis 1947 eine Schuhmacherlehre. 1954 ist er selbständiger Handwerksmeister. Von 1964 bis 1969 studiert Brüsewitz an einer Predigerschule und wird 1970 evangelischer Pfarrer in Sachsen. Die atheistische Propaganda der SED reizt den tief religiösen Mann immer wieder zu spektakulären Aktionen. Er will besonders die Jugend wieder in die Kirche bringen. Seine Aktivitäten erregen die Aufmerksamkeit der Staatssicherheit. Doch auch die Kirchenleitung weigert sich, ihm den Rücken zu stärken. Verzweifelt setzt er am 18. August 1976 ein Fanal: Vor der Michaeliskirche in Zeitz übergießt er sich mit Benzin und verbrennt sich öffentlich. Vier Tage später erliegt er den Verletzungen. Seine Beisetzung wird zum stummen Protest gegen die kirchenfeindliche Politik der SED.  

Oskar Brüsewitz mit Kindern der Jungen Gemeinde
1975

Losung, die Oskar Brüsewitz 1976 an seinem Auto anbrachte

Oskar Brüsewitz im Garten seiner Kirche in Rippicha

Mitteilung des Inhalts des Abschiedsbriefes von Oskar Brüsewitz an den Pfarrkonvent in Zeitz durch die Kirchenleitung
Magdeburg, 28. August 1976

Predigt von Richard Schröder über den Selbstmord von Oskar Brüsewitz
Wiederstedt und Großörner, 5. September 1976 (3 S.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand