Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Proteste gegen den Bau der Mauer – Flucht und Fluchthilfe
  Roger Loewig
   
  Roger Loewig (1930–1997) erlebt als Jugendlicher das Kriegsende in Flüchtlingstrecks. Es folgen unstete Jahre des Suchens. 1951 wird er Lehrer. Er teilt sein Leben zwischen dem Unterricht und seiner Berufung, der Malerei. Für ihn wird der Tod an der Berliner Mauer zum künstlerischen Thema. Er hält die Ohnmacht jener in Bildern fest, denen der Weg abgeschnitten wird. 1963 organisieren Freunde eine private Ausstellung. Im Sommer wird Loewig verhaftet und zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Als Lehrer darf er nicht mehr arbeiten. Obwohl er Mitglied des Künstlerverbandes wird, darf er seine Bilder nicht ausstellen. Er soll auf diese Weise zum Schweigen gebracht werden. 1972 verlässt er die DDR und zieht nach Westberlin, wo er 1997 stirbt.  

Roger Loewig mit Schülern
Berlin, um 1962

Roger Loewig: Selbstbildnis als Häftling
1963



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand