Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Wehrdienstverweigerung, Proteste gegen die militärische Okkupation der CSSR
  Bettina Wegner
   
  Bettina Wegner (*1947) wird Bibliotheksfacharbeiterin und beginnt ein Schauspielstudium. 1965 ist sie Mitbegründerin des späteren Oktoberklubs. Gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings protestiert Bettina Wegner mit Flugblättern. Sie wird verhaftet und nach § 106 ("staatsfeindliche Hetze") des 1968 neu eingeführten Strafgesetzbuches zu 19 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Nach ihrer Entlassung erhält sie 1973 den wichtigen Berufsausweis für Unterhaltungskünstler. Sie entwickelt und moderiert kritische Lyrikveranstaltungen: Die Programme, in denen eine Reihe kritischer Künstler auftreten, werden von organisierten Einsätzen des Ministeriums für Staatssicherheit und der FDJ gestört und letztlich verboten. Im November 1976 schließt sie sich dem Protest gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann an. 1983 wird ihr die Übersiedlung nach Westberlin aufgezwungen.  

Bettina Wegner und Klaus Schlesinger 
Mitte der siebziger Jahre

Bettina Wegner
Haftaufnahme 1968

Information an Erich Honecker über inhaftierte Oppositionelle, die, veranlasst durch einen Artikel in der

Brief Bettina Wegners an Kurt Hager mit einer Auflistung ihrer abgesagten und verbotenen Veranstaltungen 
Berlin, 24. September 1977 (4 S.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand