Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Anfänge oppositioneller Organisationen in Jena
  Matthias Domaschk
   
  Matthias Domaschk (1957–1981) gehört zur Jenaer Alternativszene der siebziger Jahre. Er setzt seine eigene Lebensweise gegen die bestehende Mitläufermentalität. Nach Protesten gegen die Biermann-Ausbürgerung 1976 wird er von der Staatssicherheit verhört. Seine Berufsausbildung muss er abbrechen. Er arbeitet als Schlosser. Anschließend wird er zum Wehrdienst gezwungen. Zurückgekehrt, engagiert er sich wieder in der oppositionellen Arbeit und stellt Kontakt zur Charta 77 in der CSSR her. Im April 1981 wird er erneut festgenommen. Nach mehr als 36 Stunden Haft und Verhör durch die Staatssicherheit ist er tot. Die Untersuchungen über seinen angeblichen Selbstmord unterliegen der Geheimhaltung. Ebenso die Beerdigung in Jena. Eine auf seinem Grab aufgestellte Plastik des Jenaer Bildhauers Michael Blumhagen wird von der Staatssicherheit gestohlen.  

Matthias Domaschk

Mitglieder der Jungen Gemeinde Stadtmitte (v.l.n.r.: Matthias Domaschk, Manfred Bein, Wolfgang Hinkeldey, Oliver Wagner, Carsten Hahn)
Jena, Sommer 1979

Plastik Michael Blumhagens vor der Grabschändung durch die Staatssicherheit
Jena, 9. April 1982

Inschrift am besetzten Dienstsitz des Ministers für Staatssicherheit Mielke
Berlin, Januar 1990



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand