Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Anfänge oppositioneller Organisationen in Jena
  Roland Jahn
   
  Roland Jahn (*1953) nimmt 1975 ein Studium an der Universität Jena auf und schließt sich den oppositionellen Kreisen an. Wegen seiner Beteiligung an der Unterschriftensammlung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns wird er 1977 relegiert und arbeitet als Transportarbeiter. Mit seinen einfallsreichen und öffentlich wirksamen Aktionen und dank der Kontakte der 1976/77 ausgebürgerten Jenaer Freunde zu westdeutschen Medien gelingt es, internationale Aufmerksamkeit für die Unfreiheit in der DDR zu wecken. Wiederholt festgenommen, wird Jahn im September 1982 verhaftet und zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt. Nach Protesten freigelassen, weigert er sich, die DDR zu verlassen und wird schließlich gefesselt in einem Interzonenzug in den Westen abgeschoben. Von hier aus setzt er als Journalist die Unterstützung der DDR-Opposition wirkungsvoll fort.  

Protestpostkarte

Die Jenaer Friedensgemeinschaft beteiligt sich mit eigenen Transparenten an einer offiziellen Demonstration zum Pfingsttreffen der FDJ. In der Mitte mit Transparent: Roland Jahn
Jena, 19. Mai 1983

MfS-Einsatz gegen die Jenaer Friedensgemeinschaft. Roland Jahn mit einem von Mitarbeitern der Staatssicherheit zerrissenen Plakat
Jena, 19. Mai 1983



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand