Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

Home
Themen
Ausstellung
Impressum

Widerstand und Opposition in der DDR
Anfänge oppositioneller Organisationen in Jena
  Offene Arbeit
   
  Im thüringische Brausdorf bei Rudolstadt entwickelt Walter Schilling als Pfarrer in den sechziger Jahren das Konzept der offenen Jugendarbeit. Er bot Jugendlichen, die von der verknöcherten Kulturpolitik der SED abgestoßen sind, einen Freiraum, in dem sie sich ohne Reglementierung selbstbestimmt entfalten können, ohne sie in ein christliches Bekenntnis zu zwingen. Obwohl Schillings Jugendheim nach zunehmenden staatlichen Schikanen 1974 geschlossen werden muss, verbreitet sich sein Konzept innerhalb vieler Gemeinden.
In Berlin knüpft der Pfarrer Rainer Eppelmann mit den offenen Bluesmessen in der Samaritergemeinde und später in der Erlösergemeinde daran an.
Walter Schilling inspiriert in den achtziger Jahren eine Reihe von oppositionellen Friedens- und Umweltgruppen und die Entwicklung des Kirchentages von unten. Hieran schließt die Kirche von unten an, die sich nicht nur allgemein gegen die Vorenthaltung der Freiheiten durch SED und Staat, sondern auch gegen die Bevormundung durch die Amtskirche wendet.
 

Walter Schilling bei der Einsichtnahme in seine Stasi-Akten
Berlin, 1991

Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche
Berlin, 3. Juli 1983

Rainer Eppelmann bei der Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche
Berlin, Juni 1986



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand