Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Friedens- und Menschenrechtsbewegung – Frauen für den Frieden
  Ulrike Poppe
   
  Ulrike Poppe (*1953) nimmt 1971 das Studium der Kunsterziehung und Geschichte in Berlin auf, das sie 1973 abbricht. Sie arbeitet als Erzieherin und Pflegerin. 1976 bis 1988 ist sie Assistentin am Museum für Deutsche Geschichte in Berlin. 1980 gründet sie mit Freunden den ersten unabhängigen Kinderladen, der sofort das Misstrauen der Behörden erregt. Zwei Jahre später initiiert sie u. a. mit Bärbel Bohley (*1945), Irena Kukutz und Jutta Seidel (*1950) das Netzwerk Frauen für den Frieden. Sie wird Ende 1983 festgenommen und gemeinsam mit Bärbel Bohley sechs Wochen vom Ministerium für Staatssicherheit in Haft gehalten. Der Kinderladen wird aufgelöst. 1985 beteiligt sich Ulrike Poppe an der Gründung der IFM, 1987/88 ist sie Regionalvertreterin im DDR-Netzwerk Frieden konkret. Eine wichtige Rolle spielt sie bei der Entstehung der Bürgerbewegung Demokratie Jetzt im September 1989, die sie am zentralen Runden Tisch der DDR vertritt. Seit 1992 arbeitet sie als Studienleiterin an der Evangelischen Akademie Berlin.  

Friedenswerkstatt in der Erlöserkirche (v.l.n.r.: Ulrike Poppe, Hans-Jochen Tschiche, Bärbel Bohley)
Berlin, 29. Juni 1986

Ulrike Poppe in ihrer Wohnung
Berlin, 1986

Erster unabhängiger Kinderladen in der DDR 
Berlin-Prenzlauer Berg, Husemannstraße, 1982



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand