Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Friedens- und Menschenrechtsbewegung – Frauen für den Frieden
  Initiative Frieden und Menschenrechte
   
  1986 gründen mehrere Aktivisten aus der unabhängigen Friedensbewegung die Initiative Frieden und Menschenrechte. Sie wird eine der wichtigsten politischen Oppositionsgruppen in der DDR, die sich außerhalb des kirchlichen Raumes bildet und aktiv in die Öffentlichkeit zu wirken versucht. Ihre Zeitschrift "grenzfall" greift die verfehlte Umweltpolitik der SED an.
Die IFM verbindet das Eintreten für eine konsequente Abrüstungs- und Friedenspolitik mit der Forderung nach der Einhaltung und Durchsetzung der Menschen- und Bürgerrechte innerhalb der DDR. Sie knüpft enge Verbindungen zu Bürgerrechtsorganisationen in Polen, der CSSR, Ungarns und der UdSSR.
Eine Reihe ihrer Mitglieder wird immer wieder festgenommen und zum Teil aus der DDR abgeschoben. Doch auch aus der Bundesrepublik setzen sie ihre Unterstützung der DDR-Opposition fort, indem sie deren Verbindungen zur medialen Öffentlichkeit des Westens, zu Rundfunk und Fernsehen herstellen. Über einen Westberliner Radiosender kann bald auch eine Rundfunksendung der DDR-Opposition ausgestrahlt werden, die auf diese Weise auch in der DDR zu hören ist.
 

Initiative Frieden und Menschenrechte (v.l.n.r.: Monika Haeger [Inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit), Rainer Dietrich (Inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit], Bärbel Bohley, Stephan Bickhardt, Gerd Poppe, Martin Böttger, Antje Böttger, Irena Kukutz, Reinhard Schult, Ralf Hirsch)
Berlin 1987

Mitglieder der Initiative für Frieden und Menschenrechte (v.l.n.r. [ohne Kinder] Ulrike Poppe, Martin Böttger, Antje Böttger, Stephan Bickhardt, Regina Templin, Ralf Hirsch, Rainer Dietrich [inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit], Wolfgang Templin)
Berlin, 1987

Mitglieder der Initiative für Frieden und Menschenrechte (v.l.n.r. [ohne Kinder] Ulrike Poppe, Martin Böttger, Antje Böttger, Monika Haeger [inoffizielle Mitarbeiterin der Staatssicherheit], Stephan Bickhardt, Ralf Hirsch, Rainer Dietrich [inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit], Wolfgang Templin, Regina Templin)
Berlin, 1987

Unbekanntes Kind, Hans-Jochen Tschiche, Martin Böttger (v.l.n.r.) bei der Aktion

Ralf Hirsch, Mitglied der IFM, reicht 1986 eine Eingabe gegen die Rechtsgültigkeit der Volkskammerwahlen ein.
Berlin, 13. November 1986

Bärbel Bohley, Mitglied der Frauen für den Frieden und der IFM, wird Anfang 1988 festgenommen und nach Großbritannien ausgewiesen

Wolfang Templin wird Anfang 1988 verhaftet und aus der DDR ausgewiesen. Er kann erst nach der Herbstrevolution 1989 zurückkehren.

SED-interne Informationen über die Verhaftung von Oppositionellen (Bärbel Bohley, Werner Fischer, Stefan Krawczyk, Freya Klier, Wolfgang Templin, Regina Templin, Ralf Hirsch) im Zusammenhang mit der Rosa-Luxemburg-Demonstration im Januar 1988 (4 S.)

Gerd Poppe ist einer der Mitbegründer der IFM. 1989 wird er deren Sprecher am zentralen Runden Tisch und vertritt sie in der Volkskammer und später im Bundestag
Berlin, 1983



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand