Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Die Weiße Rose
  Hans Scholl
   
  Hans Scholl (1918–1943) wächst mit vier Geschwistern in einem liberalen Elternhaus auf und wird stark von der bündischen Jugend beeinflusst. 1937 beteiligt er sich maßgeblich an einer Ulmer Gruppe, die sich an den Lebensformen der verbotenen "deutschen jungenschaft vom 1.11.1929" (dj.1.11) orientiert. Ende 1937 inhaftiert ihn die Geheime Staatspolizei für mehrere Wochen. Nach Arbeits- und Wehrdienst studiert Hans Scholl seit dem Sommersemester 1939 in München Medizin, seit März 1940 in einer Studentenkompanie. Im Mai 1940 wird er als Sanitäter an der französischen Front eingesetzt, kann aber im Oktober 1940 bei der Münchener Studentenkompanie sein Studium fortsetzen. Zwischen Herbst 1941 und Sommer 1942 hält Hans Scholl engen Kontakt zu dem katholischen Publizisten Carl Muth. Im Juni und Juli 1942 verfasst Hans Scholl zusammen mit Alexander Schmorell die ersten vier Flugblätter der Weißen Rose.
Zusammen mit Schmorell und Willi Graf wird Hans Scholl von Juli bis Ende Oktober 1942 zu einer "Frontfamulatur" in die Sowjetunion abkommandiert.
Seit Ende November gewinnt der Hochschullehrer Kurt Huber Einfluss auf die Weiße Rose. Das fünfte Flugblatt der Gruppe wird von den Geschwistern Scholl, Schmorell und Graf vervielfältigt.
Nach der Niederlage bei Stalingrad entsteht nach einem Entwurf von Huber das sechste und letzte Flugblatt der Weißen Rose. Es wird von Hans und Sophie Scholl am 18. Februar 1943 in der Münchener Universität ausgelegt und zum Teil in den Lichthof geworfen.
Hans und Sophie Scholl werden festgenommen, vier Tage später vom Volksgerichtshof unter Roland Freisler zum Tode verurteilt und noch am selben Tag im Strafgefängnis München-Stadelheim ermordet.
 

Hans Scholl

Flugblätter der  Weißen Rose I (2 S.)

Flugblätter der Weißen Rose II (2 S.)

Todesurteil gegen Hans und Sophie Scholl und gegen Christoph Probst
München, 22. Februar 1943 (4 S.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand