Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand gegen die Zwangsvereinigung von KPD und SPD
  Dieter Rieke
   
  Mit ihrer Wiedergründung im Sommer 1945 schließt sich Dieter Rieke (*1925) in seinem Heimatort Gardelegen der SPD an. Nach der erzwungenen Verschmelzung mit der KPD zur SED setzt er illegal die Arbeit im Sinne der SPD fort. Er verbreitet Materialien des SPD-Ostbüros in Hannover und informiert die Parteifreunde im Westen über die Bedingungen in der SBZ.
Am 4. Mai 1948 wird Rieke in Gardelegen von der sowjetischen Geheimpolizei verhaftet und 1949 von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Haft verurteilt.
Im Zuchthaus Bautzen beteiligt sich Rieke an der Revolte der Häftlinge im März 1950. Mit Kameraden schreibt er den verzweifelten Brief der Gefangenen an die Weltöffentlichkeit, den Herbert Wehner am 22. Mai 1950 vor den Delegierten des Hamburger SPD-Parteitages verliest.
Rieke wird am 21. Dezember 1956 aus der Haft entlassen und verlässt die DDR. In der Bundesrepublik engagiert er sich wieder in seiner Partei, der SPD.
 

Dieter Rieke, Haftaufnahme

Bericht über die Häftlingsrevolten vom 13. und 31. März 1950 durch den Leiter des Zuchthauses Bautzen, Erich Reschke
Bautzen, 11. April 1950 (2 S.)

1. Seite des zweiten

Text des Briefes der Gefangenen aus Bautzen
6. April 1950

Das Zuchthaus Bautzen, genannt das



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand