Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Aufstand des 17. Juni 1953
  Der Aufstand in Jena
   
  Nach einigen Arbeitsniederlegungen bereits am 16. Juni, ziehen am Morgen des 17. Juni die Beschäftigten von Carl Zeiss zuerst zu ihren Kollegen der Glaswerke Schott & Gen., die sie zur Beteiligung am Streik aufrufen. Von dort bewegt sich die Demonstration ins Stadtzentrum. Einige der etwa 30.000 Demonstranten besetzen die SED-Kreisleitung und befreien Gefangene aus der Untersuchungshaft des Kreisgerichts. Andere besetzen die Kreisdienststelle der Staatssicherheit.
Seit den Mittagsstunden rücken sowjetische Panzer in die Stadt ein. Die Demonstranten versuchen sie mit Barrikaden aufzuhalten. Das zurückhaltend agierende Militär unterbindet dennoch die Demonstrationen und verhängt gegen 17 Uhr den Ausnahmezustand in der Stadt.
Viele der am 17. Juni 1953 aufgenommenen Fotos werden verborgen. Durch einen unglücklichen Zufall fallen einige von ihnen ein Jahr später der Staatssicherheit in die Hände, die sie zur Identifizierung von Demonstranten nutzt und sie bis zur friedlichen Revolution von 1989 der Öffentlichkeit vorenthält.
 

Demonstrationen im Jenaer Stadtzentrum
17. Juni 1953

Information der Staatssicherheit über die Beschlagnahmung von Fotos über den 17. Juni in Jena
Saalfeld, 11. Juni 1954



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand