Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Aufstand des 17. Juni 1953
  Siegfried Berger
   
  Siegfried Berger (*1918) wächst in einer kommunistischen Arbeiterfamilie auf. Er wird Ingenieur und kann dank der Hilfe wohlwollender Vorgesetzter den Kriegsdienst in der Wehrmacht vermeiden. In seine Heimatstadt Dresden zurückgekehrt, ist er von der Praxis kommunistischer Machtausübung abgestoßen. Er versucht hier, noch 1947 eine illegale SPD-Gruppe zu organisieren und nimmt Kontakt mit dem sozialdemokratischen Ostbüro auf. Nach seiner Übersiedlung nach Berlin wird er am 17. Juni 1953 von seinen Kollegen im Funkwerk Köpenick mit der Leitung des Streiks beauftragt.
Am 20. Juni 1953 von der Staatssicherheit festgenommen, verurteilt ihn ein sowjetisches Militärtribunal am 2. Oktober 1953 zu einer Strafe von sieben Jahren Arbeitslager. Er wird nach Workuta am Polarkreis deportiert. Im Zusammenhang mit der Entlassung von deutschen Kriegsgefangenen wird auch Berger im Oktober 1955 freigelassen und siedelt sich in Kiel an.
 

Siegfried Berger, Aufnahme aus sowjetischer Haft
1953



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand