Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944
  Henning von Tresckow
   
  Seit August 1939 konzentrieren sich die Umsturzbemühungen der einzelnen Widerstandsgruppen in der Abwehr, im Oberkommando des Heeres und im Auswärtigen Amt um eine kleine Gruppe von jüngeren Offizieren und Regierungsbeamten. Unter dem Eindruck deutscher Verbrechen an Polen und Juden wird die Frage immer drängender, wie die Hitlerdiktatur zerstört werden könne. Auch die deutschen Siege über Polen, Frankreich, Norwegen, Jugoslawien und Griechenland bringen den festen Kern der Widerstandskämpfer nicht von ihrem Entschluss zur Tat ab.

Eine führende Stellung unter den oppositionellen Offizieren kommt Oberst Henning von Tresckow (1901–1944) zu, der die Verbindungen des militärischen Widerstands zu Ludwig Beck und Carl Friedrich Goerdeler festigt und auch zwischen dem Allgemeinen Heeresamt im Berliner Bendlerblock und der Ostfront vermittelt. Tresckow ist der Meinung, man müsse "Hitler wie einen tollen Hund abschießen". Der Anschlag ist für ihn Ausdruck der Notwehr und Folge einer sittlichen Verpflichtung. Es gelingt Tresckow, einige Offizierskameraden zu gewinnen, die bereit sind, das als notwendig erkannte Attentat unter Einsatz ihres Lebens auszuführen. Verschiedene Attentatsversuche scheitern infolge unglücklicher und unerwarteter Umstände.
 

Henning von Tresckow

Lagebesprechung beim Stab der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront
Von rechts: Fabian von Schlabrendorff, Georg Schultze-Büttger, Henning von Tresckow

Henning von Tresckow mit seinen Söhnen Rüdiger und Mark

Henning von Tresckow und Carl-Hans Graf von Hardenberg



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand