Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand gegen die Nationalsozialistische Machtübernahme
  Otto Wels
   
  Seit 1919 ist Otto Wels (1873–1939) SPD-Reichstagsabgeordneter. Bis zuletzt versucht er, die Republik und ihre Verfassungsordnung zu verteidigen. In seiner Rede gegen das "Ermächtigungsgesetz" am 23. März 1933 wendet sich Otto Wels im Reichstag entschieden gegen die Entmachtung des Parlaments. Er bekennt sich zu den Grundsätzen des Rechtsstaats, des Parlamentarismus, der Menschlichkeit, der Freiheit und des Sozialismus. Auf der letzten SPD-Reichskonferenz am 27. April 1933 wird er noch einmal zum Parteivorsitzenden gewählt. Die Zerschlagung der Gewerkschaften Anfang Mai beweist ihm, dass es keinerlei Möglichkeit der legalen Opposition gegen Hitlers Regierung geben kann. Wels emigriert nach Prag und wird einer der Vorsitzenden der Exil-SPD (SOPADE). 1938 flieht er weiter nach Paris, wo er ein Jahr später stirbt.
Der neue Kanzler Adolf Hitler will sich im März 1933 vom Parlament unabhängig machen und fordert deshalb das Recht der Gesetzgebung für seine Regierung. Dieses "Ermächtigungsgesetz" soll vorgeblich auf vier Jahre begrenzt sein. Es bedeutet tatsächlich die völlige Entmachtung des Reichstages und die Zerstörung der verfassungsmäßigen Gewaltenteilung. Durch die Festnahme der meisten kommunistischen Abgeordneten, die Aberkennung ihrer Mandate sowie die absehbare Zustimmung des Zentrums und der Liberalen steht die SPD-Reichstagsfraktion alleine vor der Aufgabe, Hitlers Pläne abzulehnen. Otto Wels nutzt diese Situation, um noch ein letztes Mal der demokratischen Opposition eine Stimme zu geben.
 

Otto Wels bei einer Kundgebung der Eisernen Front vor dem Berliner Schloss am 7. Februar 1933

Rede von Otto Wels gegen das

Illegal verbreiteter sozialdemokratischer Klebezettel 1933/34



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand