Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Proteste gegen den Bau der Mauer – Flucht und Fluchthilfe
  Günter Litfin
   
  Das erste Opfer des Befehls an die Grenzpolizei, auf Flüchtlinge scharf zu schießen, ist Günter Litfin (1937–1961). Der Schneider aus Weißensee arbeitet vor dem 13. August in einem Westberliner Atelier und hat sich bereits eine Wohnung im Westteil der Stadt gesucht. Der Mauerbau zerstört seine Lebensplanung vollkommen. Litfin ist wie sein Vater und seine beiden Brüder Mitglied des illegal in Weißensee fortbestehenden Kreisverbandes der Westberliner CDU, die sich der Unterordnung der Ostberliner CDU unter die SED-Blockpolitik verweigert.
Am 24. August 1961, kurz nach 16 Uhr, versucht er am Humboldthafen, die im Wasser verlaufende Sektorengrenze zu durchschwimmen. Das Ufer an der anderen Seite liegt schon im Westen. Von einer Brücke aus entdecken ihn Grenzwachen. Schwimmend wird Litfin tödlich von ihren Schüssen getroffen.
 

Günter Litfin

Von Erich Honecker abgezeichneter Polizeibericht über die Erschießung Günter Litfins
Berlin, 24. August 1961



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand