Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

Home
Themen
Ausstellung
Impressum

Widerstand und Opposition in der DDR
Wehrdienstverweigerung, Proteste gegen die militärische Okkupation der CSSR
  Reinhard Schult
   
  Reinhard Schult (*1951) ist Mitglied der Jungen Gemeinde Berlin-Mahlsdorf. 1971 schließt er eine Maurerausbildung mit dem Abitur ab und nimmt ein Theologiestudium auf. 1976 verweigert er den Wehrdienst und wird als Bausoldat einberufen. Er arbeitet als Maurer und Heizer. Schon seit 1972 in verschiedenen Friedenskreisen aktiv, beteiligt er sich auch an konspirativen Zirkeln der späten siebziger Jahre. 1979 wird er von der Staatssicherheit festgenommen und acht Monate in Untersuchungshaft gehalten. Er ist Mitinitiator der DDR-weiten Diskussionsforen und -treffen von ehemaligen Bausoldaten.
Anfang der achtziger Jahre ist er Mitglied des Friedrichsfelder Friedenskreises, ab 1986 in kritischer Nähe zur Initiative Frieden und Menschenrechte der illegalen Gruppe Gegenstimmen und 1987 bis 1990 der Kirche von Unten. Im September 1989 nimmt er an der illegalen Gründungsversammlung des Neuen Forums in Grünheide teil. Er vertritt das Neue Forum am zentralen Runden Tisch der DDR und ist einer der ersten Berliner Sprecher der Bürgerbewegung. Als Organisator der Besetzung des Ministeriums für Staatssicherheit hat er an dessen Auflösung maßgeblichen Anteil. 1990 bis 1994 vertritt er das Neue Forum im Berliner Abgeordnetenhaus.
 

Friedenswerkstatt. Auftritt der Gruppe

Bericht Reinhard Schults über Bausoldaten in der DDR
1999



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand