Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Gegen die "Gleichschaltung" der Gewerkschaften
  Hermann Maaß
   
  Der Sozialdemokrat Hermann Maaß (1897–1944) wird 1933 als Geschäftsführer des Reichsausschusses der deutschen Jugendverbände von den Nationalsozialisten entlassen. Nachdem er einige Zeit publizistisch tätig gewesen ist, tritt er als Geschäftsführer in den Betrieb von Wilhelm Leuschner ein und nutzt diese Tätigkeit als Tarnung für den Aufbau gewerkschaftlicher Widerstandskreise. Gemeinsam mit Leuschner ist Maaß führend an den Plänen für die Neubildung freier Gewerkschaften nach der Befreiung von der NS-Diktatur beteiligt. Am 20. Oktober 1944 wird Hermann Maaß in der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee ermordet.
In seinem Abschiedsbrief vom selben Tag schreibt er an seine Frau und Kinder:
"Meine liebe Eva, meine lieben Kinder!
Ich werde sterben. Lebt wohl. Gott sei Euch gnädig! Vergebt mir meine Sünde wider Euch. Im Geiste bleibe ich bei Euch.
Euer Hermann, Mann und Vater"
 

Hermann Maaß

Hermann Maaß mit seiner Familie Pfingsten 1944

Abschiedsbrief von Hermann Maaß vom 20. Oktober 1944 aus dem Gefängnis Berlin-Plötzensee



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand