Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Kampf aus dem Exil
  Rudolf Hilferding
   
  Der führende sozialdemokratische Theoretiker Rudolf Hilferding (1877ľ1941) flieht Ende März 1933 mit seiner Frau Rose über Dänemark in die Schweiz, und geht 1938 nach Frankreich. Er hält enge Verbindungen zur Exil-SPD und verfasst ihre erste wichtige programmatische Aussage, das Prager Manifest. Dieses formuliert ein Jahr nach der nationalsozialistischen Machtübernahme als neue programmatische Grundlage den Anspruch auf die revolutionäre Veränderung der deutschen Gesellschaft und ruft gleichzeitig zum "Sturz der Despotie" auf. Es will die Kritiker der alten Weimarer SPD in die gemeinsame Abwehrfront einbeziehen. Mehr als 15.000 Exemplare des Prager Manifestes werden heimlich in Deutschland verteilt. Ende 1940 wird Hilferding trotz eines bereits erteilten Notvisums für die USA von der südfranzösischen Vichy-Regierung an die Gestapo ausgeliefert und auf dem Weg nach Paris schwer misshandelt. Sein Tod in der Haft am 12. Februar 1941 wird erst im Herbst 1941 offiziell bekannt gegeben. Seine Frau Rose Hilferding kann die Vereinigten Staaten erreichen. Sie arbeitet dort als Ärztin und stirbt im März 1959.  

Rudolf und Rose Hilferding

Das Prager Manifest der SOPADE, ma▀geblich von Rudolf Hilferding beeinflusst (2 S.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand