Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Kampf aus dem Exil
  Johanna Kirchner
   
  In Frankfurt baut Johanna Kirchner (1889–1944) die städtische Arbeiterwohlfahrt auf und engagiert sich in der Sozialistischen Arbeiter-Jugend. Als Hitler 1933 Reichskanzler wird, befindet sie sich in der Schweiz und kehrt nach Warnungen vor einer geplanten Verhaftung nicht nach Deutschland zurück. Im Saargebiet hilft Kirchner, eine Hilfsorganisation für politisch Verfolgte aufzubauen. 1935 kann sie nach Frankreich entkommen und gründet im lothringischen Forbach eine Flüchtlingsberatungsstelle. Seit 1936 gibt Kirchner auch ein Informationsblatt für Saarflüchtlinge heraus und tritt für die "Volksfrontbewegung" ein. Ende 1939 wird sie in Frankreich interniert und 1942 an die Gestapo ausgeliefert. 1943 verurteilt der Volksgerichtshof Johanna Kirchner in Berlin zu einer Zuchthausstrafe von zehn Jahren, wandelt das Urteil aber im April 1944 zur Todesstrafe um. Johanna Kirchner wird am 9. Juni 1944 in Berlin-Plötzensee ermordet.  

Johanna Kirchner

Bericht Johanna Kirchners über die illegale Arbeit im Saargebiet 1934/35 (3 S.)

Todesurteil gegen Johanna Kirchner vom 21. April 1944 (5 S.)

Abschiedsbrief von Johanna Kirchner an ihre Familie vom 9. Juni 1944 (2 S.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand