Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Kampf um das freie Wort
  Carl von Ossietzky
   
  Als einer der entschiedensten Pazifisten der Weimarer Republik ist Carl von Ossietzky (1889–1938) in nationalistischen Kreisen besonders verhasst. Die von ihm geleitete politische Zeitschrift "Die Weltbühne" ist der wichtigste Gegner des deutschen Militarismus und ein scharfer Kritiker des obrigkeitsstaatlichen Denkens und der politischen deutschen Justiz. 1932 verurteilt ein Gericht Ossietzky zu längerer Haft, weil er Landesverrat begangen haben soll. Die Nationalsozialisten verhaften ihn Ende Februar 1933 wenige Stunden nach dem Brandanschlag auf den Reichstag. Anfang April 1933 wird er vom Gefängnis Berlin-Spandau in das Konzentrationslager Sonnenburg verlegt und dort schwer misshandelt. Mitte Februar 1934 setzt sich sein Leidensweg im KZ Esterwegen fort. Anfang November 1936 muss der Schwerkranke nach Berlin verlegt werden. Wenige Tage später erhält er den Friedensnobelpreis zuerkannt, ohne ihn annehmen zu dürfen. Carl von Ossietzky weigert sich jedoch standhaft, den angesehenen Preis abzulehnen. Er stirbt am 4. Mai 1938 in einer Berliner Klinik an den Folgen der Haft.  

Carl von Ossietzky mit seiner Tochter Rosalind im Büro der Weltbühne nach der Haft 1932

Carl von Ossietzky im Konzentrationslager Esterwegen

Protestpostkarte für die Freilassung politischer Gefangener in Deutschland 1935

Die Geheime Staatspolizei lehnt eine Ausreise Carl von Ossietzkys im Dezember 1936 ab.

Nachrufe auf Carl von Ossietzky  (9 S.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand