Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Kampf um das freie Wort
  Felix Fechenbach
   
  Als Jude, Pazifist, Sozialdemokrat und Kritiker des deutschen Obrigkeitsstaates verkörpert Fechenbach (18941933) alle Grundsätze, Eigenschaften und Traditionen, die den Nationalsozialisten verhasst sind. Er vertritt als enger Mitarbeiter des bayerischen Ministerpräsidenten Kurt Eisner Vorstellungen eines freiheitlichen Sozialismus, wird 1922 von einem Volksgericht als Landesverräter zu einer langen Zuchthausstrafe verurteilt und erst nach Jahren begnadigt. 1928/29 übernimmt er die Redaktion einer sozialdemokratischen Tageszeitung in Detmold. Im März 1933 verhaften die Nationalsozialisten Fechenbach auf offener Straße und nehmen ihn in "Schutzhaft". In der Haft verfasst er für seine Kinder Märchen, die später von Heinrich Mann im Pariser Exil veröffentlicht werden. Als Fechenbach am 7. August 1933 in das Konzentrationslager Dachau gebracht werden soll, wird er bereits nach wenigen Kilometern Autofahrt von einem entgegenkommenden SA-Kommando erschossen. Seine Frau Irma kann mit ihren drei kleinen Kindern in die Schweiz entkommen.  

Felix Fechenbach

Felix Fechenbach mit seiner Frau Irma und ihren drei Kindern



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand