Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Kampf um das freie Wort
  Erich Mühsam
   
  Als radikaler Kritiker der bürgerlichen Gesellschaft bekennt sich Erich Mühsam (1878–1934) früh gegen jeden staatlichen Zwang und zum politischen Anarchismus. Er setzt sich in der Novemberrevolution 1918 für die Rätedemokratie ein, wird 1919 als "literarischer Hochverräter" der Münchener Räterepublik zu fünfzehn Jahren Festungshaft verurteilt und erst 1924 begnadigt. Seit Herbst 1926 publiziert er die anarchistische Monatsschrift "Fanal" und fordert die "soziale Revolution". Unmittelbar nach dem Reichstagsbrand wird Mühsam verhaftet und schwer misshandelt. Er gilt als "Novemberverbrecher" und damit als besonders verhasster Marxist. Aus dem Berliner Gefängnis in der Lehrter Straße wird Mühsam in das Konzentrationslager Sonnenburg, von dort in das Gefängnis Berlin-Plötzensee und schließlich in das KZ Brandenburg verlegt. Anfang Oktober 1933 kommt er in das KZ Oranienburg, wo man ihn ebenfalls schwer misshandelt. Seine Frau Kreszentia Mühsam versucht mit einer Vielzahl von Briefen und Protesten, die Haftentlassung ihres Mannes zu erreichen. In der Nacht zum 10. Juli 1934 ermordet ein SS-Kommando Erich Mühsam.  

Erich Mühsam

Erich Mühsam als Häftling im Konzentrationslager Oranienburg

Kreszentia Mühsam

Kreszentia Mühsam:



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand