Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

Home
Themen
Ausstellung
Impressum

Widerstand und Opposition in der DDR
Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939
  Georg Elser
   
  Der 1903 im württembergischen Hermaringen geborene Georg Elser wächst in Königsbronn auf. Er gilt früh als handwerklich und zeichnerisch besonders begabter Schüler. Nach siebenjähriger Schulzeit und einer aus gesundheitlichen Gründen abgebrochenen Lehre im Hüttenwerk Königsbronn erlernt er das Schreinerhandwerk. Georg Elser ist bald als ein sehr geschickter Schreinergeselle bekannt, der großen Wert auf sorgfältige Arbeit legt. Elser gelingt es, auch komplizierteste Gegenstände zu fertigen. Er empfindet Stolz auf seinen Beruf. Auffällig ist sein ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Wird Elser ein angemessener Lohn verweigert, so wechselt er den Arbeitsplatz. Sowohl im Berufs- als auch im Privatleben legt er größten Wert auf seine Unabhängigkeit.
Georg Elser gilt als ein zwar oftmals schweigsamer, aber dennoch geselliger Mensch. Seit seiner Schulzeit musiziert er. In Konstanz gehört er einem Trachtenverein an, später dem Zitherverein in Königsbronn. Im Gesangverein seines Heimatortes spielt er den Kontrabass und musiziert oft auf Tanzabenden. Elser wandert gerne zusammen mit seinen Freunden und ist auch bei Frauen beliebt. Seine Freundin Mathilde Niedermann bringt 1930 den einzigen Sohn Elsers, Manfred, zur Welt.
Politische Anregungen und Anstöße erhält Elser erst während seiner Lehrzeit. Er wird Mitglied im Holzarbeiterverband und tritt 1928/29 dem kommunistischen Roten Frontkämpferbund bei, ohne sich in beiden Organisationen stark zu engagieren. Bis 1933 wählt er die Kommunistische Partei Deutschlands, weil er sie für die beste Vertretung der Arbeiterinteressen hält.
 

Georg Elser

Georg Elser (rechts) mit seinem jüngeren  Bruder Leonhard

Georg Elser (Mitte) mit seiner Tanzstundenpartnerin Gertrud Bauer, um 1922

Georg Elser bei einem Ausflug mit Freunden, Wental bei Steinheim

Georg Elser am Itzelberger See, um 1938



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand