Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939
  Der Entschluss zur Tat
   
  Georg Elser lehnt den Nationalsozialismus von Anfang an radikal ab. Nationalsozialistischen Demonstrationen schenkt er keine Aufmerksamkeit. Er verweigert konsequent den "Hitlergruß" und nimmt auch nicht am gemeinschaftlichen Empfang von Hitlerreden im Rundfunk teil. Ein erstes und wichtiges Motiv für seine Gegnerschaft zum Nationalsozialismus ist die Verschlechterung der Lebensbedingungen der Arbeiterschaft während der ersten Jahre des NS-Regimes.
Elser nimmt ebenso Anstoß an der Einschränkung der individuellen Freiheitsrechte durch die NS-Führung nach 1933. Er widersetzt sich bewusst dem totalen Anspruch der nationalsozialistischen Erziehung und Propaganda. Elser, der im christlichen Glauben verwurzelt ist, registriert auch die spürbare Unterdrückung der Glaubens- und Religionsfreiheit. Sein Verständnis von Politik ist stark durch sein persönliches Freiheits- und Unabhängigkeitsstreben geprägt.
Das ausschlaggebende Motiv für Elsers Entschluss, die nationalsozialistische Führung durch ein Attentat zu beseitigen, ist jedoch sein Wunsch, einen drohenden Krieg zu verhindern. Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 weiß er, dass nun ein Weltkrieg bevorsteht. Mit seiner Tat will Elser im November 1939 "noch größeres Blutvergießen" durch die Ausweitung des Krieges im Westen vermeiden.
 

Auszüge aus dem Verhör Georg Elsers im November 1939 (3 S.)

Werkzeuge Georg Elsers

Von Georg Elser während der Haft gefertigter detailgetreuer Nachbau:
Seitenansicht des Sprengkörpers mit Blick auf die beiden Uhrwerke



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand