Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939
  Das Attentat vom 8. November 1939
   
  Georg Elser bereitet seit Herbst 1938 seine Tat zielstrebig vor. Mit dem Saal im Münchener Bürgerbräukeller findet er einen geeigneten Ort für sein Attentat auf die NS-Führung. In monatelanger Arbeit konstruiert Elser einen Sprengkörper, entwickelt eine mechanische Zündvorrichtung und verschafft sich Presspulver. Zugleich prüft er die Möglichkeiten eines illegalen Grenzübertritts bei Konstanz, um so aus Deutschland zu entkommen.
Seit dem Frühjahr 1939 beschäftigt sich Elser nur noch mit den Vorbereitungen für den Anschlag. Um sich Sprengstoff zu beschaffen, nimmt er Arbeit in einem Steinbruch in Königsbronn an. Unbemerkt kann er genügend Sprengpatronen und -kapseln entwenden. Einen Arbeitsunfall im Mai 1939 nutzt Elser zu weiteren Vorbereitungen und unternimmt im Juli 1939 Zündversuche im Obstgarten seiner Eltern. Im August 1939 mietet er sich in München ein Zimmer. Elser lebt von seinen Ersparnissen und präpariert mit einfachen Werkzeugen in mehr als 30 Nächten die Säule über Hitlers Rednerpult im Bürgerbräukeller.
In der Nacht vom 2. auf den 3. November 1939 füllt er den mühsam geschaffenen Hohlraum in der Säule mit Sprengstoff, in der Nacht vom 5. auf den 6. November installiert er den Zündmechanismus mit zwei Uhrwerken. Am selben Tag besucht er seine Schwester in Stuttgart und verabschiedet sich von ihr. Einen Tag später kehrt Elser nach München zurück, um seinen Zeitzünder erneut zu kontrollieren. In der Nacht vom 7. auf den 8. November 1939 stellt er fest, dass die Uhrwerke richtig laufen. Nun fährt er am 8. November nach Konstanz, um dort illegal die Grenze zur Schweiz zu überschreiten. Um 20.45 Uhr wird er von einer Zollstreife festgenommen und der örtlichen Grenzpolizei übergeben. Gegen 21.20 Uhr explodiert der Sprengkörper im Bürgerbräukeller, den Hitler erst 13 Minuten zuvor, um 21.07 Uhr, verlassen hat.
 

Belegschaft des Steinbruchs Vollmer, um 1930

Von Georg Elser während der Haft gefertigter detailgetreuer Nachbau des Sprengkörpers:
Seitenansicht des Sprengkörpers mit Blick auf den Zündmechanismus



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand