Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Die friedliche Revolution 1989/90
  Walter Romberg, Martin Gutzeit, Konrad Weiß
   
  Prof. Dr. Walter Romberg (*1928) arbeitet seit 1954 als Mathematiker an der Akademie der Wissenschaften in Berlin. 1976 wird er zudem Leiter der Theologischen Studienabteilung beim Bund Evangelischer Kirchen. Im Oktober 1989 tritt er in die soeben gegründete Sozialdemokratische Partei der DDR ein, deren Grundsatzkommission er angehört. Mit seinem Eintritt in die letzte Regierung Modrow Ende Januar 1990 ist Romberg der erste sozialdemokratische Minister in der DDR. Er gehört der Regierung de Maizière bis zum August 1990 als Finanzminister an und unterzeichnet in dieser Funktion den ersten Staatsvertrag zwischen der DDR und der Bundesrepublik über die Herstellung der Wirtschafts- und Währungsunion.
Martin Gutzeit (*1952) verweigert nach dem Abitur den Wehrdienst und arbeitet als Diakoniehelfer. Nach dem Theologiestudium und dem Vikariat ist er Pfarrer in Schwarz und nimmt an den mecklenburgischen Friedensseminaren teil. 1986–1990 ist er wissenschaftlicher Assistent am Sprachenkonvikt in Berlin. Er initiiert und gründet mit Freunden die Sozialdemokratische Partei in der DDR, die er am zentralen Runden Tisch und in der Volkskammer vertritt.
Konrad Weiß (*1942) dreht als Regisseur mehr als 50 Dokumentarfilme. Der Katholik ist seit 1964 in der Aktion Sühnezeichen in der DDR aktiv. Im September 1989 gründet er die oppositionelle Vereinigung Demokratie Jetzt, die er am zentralen Runden Tisch, in der Volkskammer und 1990–1994 im Bundestag vertritt.
 

Walter Romberg, Martin Gutzeit, Konrad Weiß (v.l.n.r.)



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand