Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Umsturzversuch vom 20. Juli 1944
  Ulrich von Hassell
   
  Der Jurist Ulrich von Hassell (1881–1944)beginnt seine diplomatische Laufbahn 1909. Nach dem Ersten Weltkrieg wird er an Botschaften in verschiedenen europäischen Staaten versetzt und leitet seit 1932 die deutsche Botschaft in Rom. Er ist mit Ilse von Tirpitz verheiratet, mit der er zwei Töchter und zwei Söhne hat. Von Anbeginn ist er entschiedener Kritiker von Hitlers Außenpolitik, weil er sicher ist, dass sie zum Krieg führt. Nach der Blomberg- Fritsch-Krise und der Ablösung des Außenministers Neurath durch von Ribbentrop wird Ulrich von Hassell am 17. Februar 1938 in den Wartestand versetzt. Nach Kriegsbeginn nutzt er seine internationalen Verbindungen zu mehrfachen Gesprächen mit Vertretern Englands und der USA. Er hofft nach einem gelungenen Staatsstreich auf einen baldigen Friedensschluss mit den westlichen Kriegsgegnern. Gleichzeitig beteiligt er sich an der Beratung der innenpolitischen Umsturzpläne von Carl Goerdeler, Ludwig Beck und Johannes Popitz. Nach einem gelungenen Umsturz soll er Außenminister werden. Am 28. Juli 1944 nimmt ihn die Gestapo fest. Nach zweitägiger Verhandlung vor dem Volksgerichtshof wird er am 8. September 1944 zum Tode verurteilt und am selben Tage in Berlin-Plötzensee ermordet.  

Ulrich von Hassell

Ulrich von Hassell (Mitte) als Botschafter in Rom

Paul Lejeune-Jung (links) und Ulrich von Hassell in der Anklagebank des Volksgerichtshofs
Berlin, September 1944



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand