Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Widerstand aus christlicher Überzeugung
  Die Sprengung der Leipziger Universitätskirche
   
  Im Mai 1968 ordnet Walter Ulbricht an, die Leipziger Universitätskirche zu sprengen. Sie steht seinen Vorstellungen von einem modernen Zentrum der Universitäts- und Messestadt im Wege. Trotz zahlreicher Proteste auch innerhalb des DDR-Verwaltungsapparates wird das wertvolle historische Bauwerk am 30. Mai 1968 gesprengt. Der Ort dieses barbarischen Aktes wird weiträumig abgesperrt, um Proteste, aber auch Zeugenschaft zu verhindern. Dennoch gelingt es, heimlich Aufnahmen zu fertigen, die die Zerstörung dokumentieren.
Wenige Wochen später setzt eine kleine Gruppe engagierter Bürger ein deutliches Zeichen des Protestes: Während einer Festveranstaltung zum III. Bach-Wettbewerb können sie ein Transparent mit der Forderung des Wiederaufbaus auf der Bühne anbringen, den sie mit einer Zeitschaltung zur Entfaltung bringen.
 

Aufnahme der Sprengung der Universitätskirche von Karin Wieckhorst
Leipzig, 30. Mai 1968

Bühne des III. Bach-Wettbewerbs mit dem Protestplakat
Leipzig, 20. Juni 1968

Plakat mit der Forderung nach Wiederaufbau der Universitätskirche
Leipzig, 20. Juni 1968



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand