Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Kreisauer Kreis
  Die Reaktion auf den nationalsozialistischen Völkermord
   
  Schon frühzeitig erkennt Moltke das Ausmaß der nationalsozialistischen Massenverbrechen an Polen, an Kriegsgefangenen, an den Einwohnern der besetzten Gebiete und an den Juden Europas. Am 10. Oktober 1942 berichtet er seiner Frau Freya, die von vielen Treffen der Kreisauer weiß, von einem beiläufigen Gespräch, das keinen Zweifel mehr an der Existenz von "Tötungsfabriken" zulässt:
"Gestern Mittag war es insofern interessant, als der Mann, mit dem ich aß, gerade aus dem Gouvernement kam und uns authentisch über den 'SS Hochofen' berichtete. Ich habe es bisher nicht geglaubt, aber er hat mir versichert, daß es stimmte: in diesen Hochöfen werden täglich 6000 Menschen 'verarbeitet'. Er war in einem Gefangenenlager etwa 6 km entfernt, und die Offiziere dieses Lagers haben es ihm als absolut sicher berichtet."
Vielen Kreisauern ist schon frühzeitig das gesamte Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen bekannt, die den deutschen Namen belasten und eine schwere Hypothek für die Zukunft sind. Darum besteht das einhellige Ziel, das Unrecht zu beenden und die "Rechtsschänder" vor ein deutsches Gericht zu stellen. Neben der Bestrafung der Verbrecher soll der Versuch gemacht werden, das an Völkern und Einzelnen begangene Unrecht durch eine sinnvolle Wiedergutmachung zu sühnen.
 

Brief Moltkes über den Völkermord an den Juden Europas (2 S.)

Denkschrift von Helmuth James Graf von Moltke über die Bestrafung von NS-Gewaltverbrechern,
erörtert auf der dritten Kreisauer Tagung vom 12. bis 14. Juni 1943 (3 S.)

Denkschrift:



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand