Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Der Kreisauer Kreis
  Peter Graf Yorck von Wartenburg
   
  Peter Graf Yorck von Wartenburg (19041944) studiert von 1923 bis 1926 in Bonn und Breslau Rechts- und Staatswissenschaften, promoviert 1927 und macht 1930 in Berlin sein juristisches Assessorexamen. Im selben Jahr heiratet er Marion Winter. Nach einer Tätigkeit als Anwalt und am Oberpräsidium in Breslau ist Yorck von 1936 bis 1941 als Referent für Grundsatzfragen beim Reichskommissar für die Preisbildung in Berlin tätig. Da er sich weigert, der NSDAP beizutreten, wird Yorck seit 1938 nicht mehr befördert. Zwischen 1938 und 1940 steht er in enger Verbindung mit Fritz-Dietlof Graf von der Schulenburg und Ulrich-Wilhelm Graf Schwerin von Schwanenfeld, mit denen er auch über die Planungen für Deutschland nach dem Ende des Nationalsozialismus diskutiert. 1939 wird er als Reserveoffizier einberufen und wechselt 1942 in den Wirtschaftsstab Ost beim Oberkommando der Wehrmacht in Berlin. Dort werden seine Kontakte zur militärischen Opposition enger. Im Januar 1940 beginnt seine enge Zusammenarbeit mit Helmuth James Graf von Moltke, mit dem zusammen Yorck zu den führenden Köpfen des Kreisauer Kreises zählt. In seiner Wohnung in Berlin-Lichterfelde finden regelmäßig Treffen des Kreises statt. Früher als sein Freund Moltke befürwortet Yorck, der auch an allen drei Tagungen des Kreises in Kreisau teilnimmt, einen Umsturzversuch.
Nach der Verhaftung Moltkes im Januar 1944 ergeben sich enge Kontakte von Yorck zu Claus Schenk Graf von Stauffenberg. In der neuen Regierung soll Yorck das Amt eines Staatssekretärs in der Reichskanzlei übernehmen.
Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 wird Yorck von Wartenburg verhaftet, am 8. August 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und noch am selben Tag in Berlin-Plötzensee ermordet.
 

Peter Graf Yorck von Wartenburg



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand