Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Solidarität mit Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen
  Robert Havemann
   
  Der 1910 in München geborene Robert Havemann wächst in einer Intellektuellenfamilie auf. Er studiert Chemie und erlebt als Doktorand 1933 die Vertreibung seines ersten Mentors Herbert Freundlich aus dem Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische Chemie. Seit 1932 hat er Kontakte zur Komintern, 1933 schließt er sich der sozialistischen Widerstandsgruppe Neu Beginnen an. Wegen seiner Beteiligung an Hilfsaktionen für Verfolgte und als führender Kopf der Europäischen Union wird Havemann am 5. September 1943 festgenommen und am 16. Dezember 1943 zum Tode verurteilt. Da seine Forschungsarbeiten für die NS-Rüstung unentbehrlich erscheinen, wird die Vollstreckung aufgeschoben. 1945 wird Havemann aus dem Zuchthaus Brandenburg-Görden von der Roten Armee befreit.
Nach dem Kriege schließt Robert Havemann sich der SED an, entwickelt sich aber in der Folge des XX. Parteitages der KPdSU 1956 zum Regimekritiker. 1964 aus der SED ausgeschlossen, verliert Havemann 1965 seine Anstellung. Von 1976 bis 1978 steht er unter Hausarrest. Bis zu seinem Tode 1982 ist Robert Havemann einer der bekanntesten Regimekritiker der DDR.
 

Robert Havemann

Robert Havemann mit Schwestern des Krankenhauses Moabit

Robert Havemann am Mikroskop



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand