Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
Hilfen für Verfolgte
  Otto Weidt
   
  Otto Weidt (1883–1947) besitzt Anfang der vierziger Jahre eine Bürstenfabrik im Berliner Bezirk Mitte, in der viele blinde jüdische Arbeiter beschäftigt werden. Der Betrieb gilt als kriegswichtig, weil er auch Besen für die Wehrmacht herstellt. Als immer mehr Berliner Juden deportiert werden, versucht Weidt daher, die jüdischen Zwangsarbeiter für "kriegswichtige" Arbeiten zu reklamieren. Auch Körperbehinderte und Taubstumme bewahrt er vor der Einweisung in Anstalten, indem er sie bei sich "arbeiten" lässt. Oftmals muss Weidt dafür Beamte der Arbeitsverwaltung und der Gestapo bestechen. Immer wieder verhilft er einzelnen Verfolgten zu gefälschten Ausweisen und Arbeitsbüchern.
Im Februar 1943 gelingt es Weidt, die verhafteten und zur Deportation bestimmten Arbeiter seines Betriebes zurückzuholen und manchem Bedrohten auf diese Weise zu ermöglichen, in die Illegalität zu gehen. Zu den Geretteten gehören Inge Deutschkron und ihre Mutter Ella.
Otto Weidt stirbt bald nach Kriegsende.
 

Otto Weidt

Belegschaft der Blindenwerkstatt Otto Weidt, Berlin-Mitte, Rosenthaler Straße 39



geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand