Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

Home
Themen
Ausstellung
Impressum

Widerstand und Opposition in der DDR
  Jugendwiderstand
  Nach den Erfahrungen der NS-Diktatur mit ihren Zwängen verspricht die neue Zeit Freiheit, Vielfalt, Leben ohne politischen Druck. Doch die Hoffnungen werden durch Verhaftungen Gleichaltriger rasch getrübt. Demokratische Freiheiten werden wieder beseitigt. Vom Widerstand gegen den Nationalsozialismus, als dessen Erbin die SED sich sieht, erfahren Schüler im Unterricht. Doch dieser Widerstand spricht nicht nur für die nun herrschende Partei: Sein Beispiel fordert zugleich auf, ihrer Macht entgegenzutreten.
1950 protestieren Schüler u. a. in Werdau, Altenburg und Güstrow gegen die Scheinwahlen zur Volkskammer. Sie bringen teils selbst gefertigte, teils aus Westberlin beschaffte Klebezettel und Flugblätter an oder verbreiten sie. Die Geheimpolizei geht mit aller Härte gegen diesen Jugendprotest vor. Viele werden mit langjährigen Haftstrafen und sogar mit Todesurteilen bestraft.

Werdauer Oberschüler (1. Reihe, 3.v.l. Gudrun Pleyer; 1.v.r. Achim Beyer; 2. Reihe, v.l. 5. Sigrid Roth; 8. Siegfried Müller; 10. Gerhard Schneider; 12. Hermann Krauss; letzte Reihe v.l. 2. Joachim Gäbler; 4. Theobald Körner; 10. Heinz Rasch) 
Frühjahr 1950


Achim Beyer
Thomas Ammer
Hans-Joachim Näther

geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand