Gegen Diktatur - Demokratischer Widerstand in Deutschland

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Widerstand und Opposition in der DDR
  Die friedliche Revolution 1989/90
  Nach Jahren der Agonie und Isolation des Landes rüttelt die Ankündigung von Oppositionsgruppen, die Stimmauszählung der Kommunalwahlen vom 7. Mai 1989 zu kontrollieren, die Bürger auf. Dennoch fälscht die SED-Führung die Ergebnisse in so provokanter Weise, dass selbst loyale Parteimitglieder in Zorn geraten. Die Öffnung der ungarischen Grenzen zum Westen ermöglicht die größte Massenflucht seit 1961. Doch die kleine Schar der Oppositionellen will ihr Land nicht der SED überlassen. Im September 1989 stoßen ihre Demonstrationen mit dem Ruf "Wir bleiben hier" eine um sich greifende Bewegung an. Obwohl die SED zur Gewalt greift und sogar die blutige Zerschlagung der Demokratiebewegung in China lauthals begrüßt, gehen im Oktober Zehntausende auf die Straße, um sich gegen die Herrschaft der SED aufzulehnen. In einem letzten Versuch, die politische Initiative zurückzugewinnen, öffnet die SED am 9. November 1989 die Grenze. Doch ihr Machtverlust ist nicht zu bremsen. Im Dezember 1989 muss sie sich am Runden Tisch mit den Oppositionellen darauf verständigen, dass 1990 Wahlen stattfinden. Die einzigen freien Wahlen zur Volkskammer verweisen die SED mit 16,4% der Stimmen klar auf die Oppositionsbank. Die Mehrheit der Wähler entscheidet sich für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten.

Demonstration gegen den Wahlbetrug der DDR-Regierung vom 7. Mai 1989
Berlin-Mitte, 7. Juni 1989


Jan Herrmann
Heiko Lietz
Martin Böttger
Ingrid Köppe und Reinhard Schult
Walter Romberg, Martin Gutzeit, Konrad Weiß
Sonja Rachow
Roman und Johanna Kalex
Silvio Meier
Frank Ebert
Walter Schilling
Jutta und Eberhard Seidel, Bärbel Bohley
Hans-Jürgen Fischbeck
Axel Peters
Marianne Birthler
Rainer Eppelmann

geändert am: Dienstag, 5. Februar 2013     © 2013 Gedenkstätte Deutscher Widerstand